Am 22. September wird Joseph Aloisius Ratzinger Berlin besuchen. Das verdiente an sich keine große Aufmerksamkeit, wenn er nicht von vielen hundert Millionen Verblendeter als „Benedictus PP. XVI“, als Stellvertreter eines übermenschlichen Wesens auf der Erde, angesehen und verehrt würde. Was sich anhört wie ein UFO-Kult, ist im Falle der Katholischen Kirche leider traurige Realität.
Wir nehmen den Besuch dieses Menschen also zum Anlass, unsere grundsätzliche Kritik an Religion, an der Katholischen Kirche im Speziellen und an diesem Papst im Besonderen Ausdruck zu verleihen und rufen hiermit dazu auf, diese Kritik auf der Straße und bei den verschiedenen Veranstaltungen zu verdeutlichen. Denn Joseph Ratzinger ist ein Mensch, dessen Denken und Äußerungen sich großzügig aus dem Pool reaktionärer Ideologien speisen. Antisemitismus, Sexismus, Homophobie und Rassismus sind die tragenden Pfeiler seines erzreaktionären Weltbildes. Wenig verwunderlich also, dass ausgerechnet er sich an der Spitze eines Systems wiederfindet, das seit Jahrhunderten die Herrschaft von Menschen über Menschen bereitwillig legitimiert und die Gegnerschaft zu Emanzipation und befreiter Gesellschaft verkörpert wie kaum ein anderer. Ein System, das bekämpft und zurückgedrängt gehört. Diese Entmachtung der Religion wurde trotz Aufklärung und vermeintlicher Säkularisierung bürgerlicher Gesellschaften längst noch nicht erreicht. Bis zur Verwirklichung der befreiten Gesellschaft gar, ist es noch ein steiniger Weg, die „Katholische Kirche“ ist dabei jedoch einer der größeren Brocken, die im Weg liegen. Einer, dessen Tritt in den Rinnstein der Geschichte längst überfällig ist.
Archiv Seite 2
In letzter Zeit haben wieder einige Leute Strafbefehle o.ä. im Bezug zum „1000-Kreuze-Marsch“ im Oktober 2010 bekommen.
Wer so ein Schreiben bekommt sollte umgehend Widerspruch dagegen einlegen und sich mit uns oder der Roten Hilfe München in Verbindung setzen.
Jeden 1sten Dienstag
20 Uhr
im Kafe Marat
Das asab_m ist eine autonome queer-feministische Gruppe. Wir setzen uns in Theorie und Praxis kritisch mit (Hetero-)Sexismus und Patriarchat auseinander.
Dazu lesen, diskutieren und schreiben wir Texte. Wir veranstalten Workshops, öffentliche Vorträge und Diskussionen. Außerdem bereiten wir Aktionen und Demonstrationen vor und beteiligen uns an Bündnissen mit anderen Gruppen.
Dabei ging bisher es u.a. um die Themen ‚Recht auf Abtreibung‘ und ‚Definitionsmacht‘ – unser Ziel ist eine antisexistische Praxis.
Wenn dich das interessiert, dann komm vorbei.
Die Treffen sind offen für alle und du brauchst nicht „20 Semester Feminismus studiert“ haben um mitreden zu können.

„Frauen sollten sich nicht wie Schlampen anziehen, wenn sie nicht zu Opfern werden wollen.“
Nachdem Anfang des Jahres der Polizist Michael Sanguinetti aus Toronto diesen Satz sagte, entstanden als Antwort darauf in Toronto die ersten SlutWalks.
Was dort begann, entwickelt sich zu einer globalen Emanzipationsbewegung.
SlutWalks sind Märsche und Demos gegen Sexismus, sexualisierte Gewalt, Vergewaltigungsmythen und -verharmlosungen. Menschen gehen weltweit für ihr Recht auf Selbstbestimmung hinsichtlich Körper, Gender, Sexualität und Begehren auf die Straße – sei es in privaten Beziehungen oder in Berufen, in denen Sex zum Arbeitsalltag gehört!Wir haben es satt in einem System zu leben, das sexualisierte Übergriffe, Gewalt und Belästigungen verharmlost, legitimiert und den Opfern die Schuld gibt!
Macht mit und helft mit – Gegen Gewalt, Sexismus, Trans*-, Homo- und Queerphobie und Rassismus!
Zeigt, was ihr zeigen möchtet und seid laut!
Alle Geschlechter und Kleidungsstile sind willkommen.
Facebook-Seite des SlutWalk
Facebook-Termin für den SlutWalk
Gegen den Burschenschaftskommers der Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) im Sudetendeutschen Haus rufen wir zu einer queer-feministischen und antifaschistischen Demonstration auf. Burschenschaften fühlen sich als „männliche Elite“ Deutschlands, die sich durch sozialchauvinistische, rassistische, antisemitische und sexistische Ausschlüsse definiert. Burschenschaften sind totalitäre Männerbünde, die von ihren Mitgliedern lebenslange „Treue“ , „Ehre“ und das Bekenntnis zum „deutschen Vaterland“ einfordern. Innerhalb ihrer Strukturen bilden sie dabei durch ihre Befehlsstruktur und deren Praktiken von Unterwerfung einen autoritären Männlichkeitstyp heraus. In verschiedenen Ritualen beweisen sie sich gegenseitig ihre „Härte“, ihr „Durchhaltevermögen“ und ihre „Männlichkeit“. Dazu gehören sowohl ritualisierte Besäufnisse, als auch bei schlagenden Burschenschaften der militaristische Akt des „Mensurfechtens“ mit dem der vollwertige Eintritt in diese besiegelt wird. Burschenschaften vertreten ein strikt heteronormatives Geschlechtermodell. Begründet liegt dies in ihrem biologistischen Weltbild. Männer* und Frauen* sind für sie Teil einer natürlichen Ordnung. Damit einher gehen entsprechende Rollenerwartungen an die Geschlechter, die sich gegenseitig begehren sollen und in der gesellschaftlichen Arbeitsteilung bestimmte Aufgaben zu erfüllen haben. Das heißt, dass reproduktive Arbeit noch immer in das Aufgabenfeld von Frauen* fällt, während auf die sogenannte produktive Arbeit, sowie auf Wissenschaft und Politik männliche Hegemonialansprüche gestellt werden. Dieses Weltbild ist bei den Burschenschaften zwar besonders offensichtlich – es ist aber nicht „nur“ die Meinung einer rechten Randgruppe, sondern prägt den deutschen Normalzustand.
In diesen gesellschaftlichen Verhältnissen genießen diejenigen, die dem Bild der heterosexuellen, gebildeten, weißen Männlichkeit entsprechen, weitgehende Privilegien. Daraus folgen Benachteiligungen und massive Ausschlüsse derer, die nicht in dieses Bild passen können oder wollen. Diese patriarchalen Zustände, die unser Leben strukturieren, gilt es zu bekämpfen!
Bash Back! Für eine kämpferische, queer-feministische Bewegung!
Für uns bedeutet Queer mehr als nur eine Bezeichnung für schwul/lesbische Lebensentwürfe. Queer ist auch mehr als ein Theorieansatz, der in Universitäten diskutiert wird. Die Brüchigkeit, aber auch die Zwänge der Geschlechterkategorien „Mann“ und „Frau“ sind im Alltag ganz konkret erfahrbar, wenn wir ihre Grenzen überschreiten. Wir rufen Irritation und oft auch Feindseligkeit hervor, wenn wir unsere zugeschriebene Geschlechterrolle nicht einfach hinnehmen, wir nicht der heterosexuellen Norm entsprechen, wenn wir uns jenseits der Zweigeschlechtlichkeit definieren, oder definiert werden. Sexualität und Geschlecht sind nicht „natürlich“, sondern durch und von Machtverhältnissen beeinflusst und von diesen hervorgebracht, also kulturell produziert. Und dabei muss in Theorie und Praxis Geschlecht auch im Zusammenhang mit Rassismus und Klasse gesehen werden. Dabei ist uns wichtig, die real existierenden Geschlechter- und die damit verbundenen Machtverhältnisse nicht zu ignorieren und zu verschleiern. Feministische Positionen und Interventionen sind in dieser Gesellschaft immer noch bitter notwendig, um die existierenden patriarchalen Strukturen aufzubrechen und zu überwinden.
Gegen Macker und Sexist_innen!
Antisexismus darf sich nicht nur in Texten und in Phrasen ausdrücken – um den sexistischen Normalzustand zu überwinden, gilt es Patriarchat und Zweigeschlechtlichkeit immer und überall anzugreifen. Antisexismus fängt bei uns selbst an. Wir sind alle sozialisiert innerhalb der zweiteiligen und hierarchischen Geschlechterordnung. Um diese zu überwinden, müssen wir auch die Machtverhältnisse innerhalb unserer eigenen Beziehungen, unserer Aktionen und in unserem Alltag hinterfragen und sichtbar machen. Männliche Dominanz, Macker- und Heldentum gibt es auch innerhalb einer emanzipatorischen Linken. Dabei möchten wir nicht mit dem Finger auf andere zeigen, sondern möchten eine solidarische, konstruktive und selbstkritische Auseinandersetzung. Es geht uns auch nicht darum, militante Aktionsformen als „mackerhaft“ zu diffamieren, sondern um ein Konzept von Militanz, das für jede_n zugänglich ist. Militanz drückt sich für uns in der Unversöhnlichkeit, in der „offenen Feindschaft“ mit den bestehenden Verhältnissen aus – und nicht darin, bestimmte Aktionsformen über andere zu stellen, wie laut oder wie stark wir sind und wie groß unsere Opferbereitschaft ist.
Let’s get it on!
Wir möchten die Burschenschaften in all ihren widerwärtigen Facette angreifen! Gleichzeitig soll diese Demonstration ein Raum sein, in dem sich alle – unabhängig davon in welchem Geschlecht wir sozialisiert sind und wie wir uns selbst bezeichnen – wohlfühlen! Der Umgang mit der Kategorie „Geschlecht“ enthält immer auch eine Handlungsperspektive. Geschlecht konstruiert sich maßgeblich durch Normen und normkonformes Verhalten. Durch Kleidung, Körperhaltung, Ausdruck reproduzieren wir jeden Tag Geschlecht auf’s Neue. Aber genau diese Normen können auch immer wieder auf’s Neue gebrochen werden. So soll diese Demo einen Rahmen bilden, der es ermöglicht kollektiv diese Normen zu brechen.
Get dressed! Get loud! Get angry! Bash Back!
Im queer-feministischen Block kämpferisch und kreativ Mackertum, den (hetero-)sexistischen, patriarchalen Normalzustand und jegliche Männerbündelei angreifen!



Kommentare
RSSChicas celebres, Antisexist_in, horstifa
N.
az
Schlamassel Muc, aka_muc
Internationalist, Kriegsbestatter*in