Archiv für März 2010

Party Against Patriarchy

Samstag, den 3. April läd das Asab_m zur Party Against Patriarchy – Antirep*Soli*Cocktailparty (in Pink&Silver) ins Kafe Marat ein. Auflegen werden Djane Cherguevara, Dj Escepé, Lady Bitchin‘ und Dj Affeundkuchen.
Eintritt: 3 Euro.

***Volxsvergnügen-Special***
Startet den Abend auf der Party Against Patriarchy – wenn ihr dann weiter aufs Volxvergnügen zieht, kommt ihr dort mit dem Party Against Patriarchy-Stempel UMSONST rein!

Party against patriarchy

Samstag gegen den 1000-Kreuze-Marsch in Münster

An dieser Stelle dokumentieren wir einen Aufruf aus Münster:

Für den selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Körper – Für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch!

Zum wiederholten Mal wollen am 13. März 2010 christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen ab 15:30Uhr unter dem Motto „1000Kreuze für das Leben“ vom Domplatz aus durch Münsters Innenstadt ziehen. Sie selbst geben als ihr Hauptanliegen an, ein „Zeichen zum Gedenken der 1000 Kinder, die an einem gewöhnlichen Werktag in Deutschland getötet werden,“ setzen zu wollen (übrigens eine Zahl, die laut des statistischen Bundesamtes weit übertrieben ist). Bereits im letzten Jahr organisierte sich vielfältiger Protest gegen diese Prozession und auch in diesem Jahr soll jene aus den folgenden Gründen reaktionäre Position nicht unwidersprochen bleiben.

Schwangerschaftsabbruch ist Frauenrecht – §§ 218 und 219 abschaffen!

Die Behauptungen Schwangerschaftsabbruch sei Mord und bei den abgetriebenen Föten handle es sich bereits um Kinder, ist gezielt manipulativ um moralischen Druck auf schwangere Frauen aufzubauen und gesellschaftliche Empörung zu schüren. Die Vorstellung, dass man ungewollt schwangere Frauen mit voller moralischer Legitimation dazu zwingen könnte körperliche Eingriffe zu unterlassen und sie in den Dienst der „Lebensrettung“ eines Fötus zu stellen, basiert auf sexistischen, althergebrachten Vorstellungen eines Zugriffsrechts der Gemeinschaft auf den Körper von Frauen und ihrer Fähigkeit Kinder zu bekommen. Niemand käme auf die Idee Menschen, die Organ-oder Blutspenden verweigern, als Mörder_innen zu bezeichnen, da in diesem Fall die Entscheidung über den eigenen Körper als grundlegendes Menschenrecht zugestanden wird.

Entgegen der landläufigen Meinung ist Schwangerschaftsabbruch in der BRD weiterhin nicht legal. Die Strafverfolgung wird lediglich unter bestimmten Voraussetzungen ausgesetzt. Wir fordern das uneingeschränkte Selbstbestimmungsrecht!

Heterosexismus, Rassismus, Holocaustrelativierung, Zwangskollektiv

Es ist kein Zufall, dass die selbsternannten „Lebensschützer_innen“ den Zugriff auf den weiblichen Körper verlangen. Ebenso wie gegen Schwangerschaftsabbruch, wenden sie sich gegen Homosexualität, da sie nicht in „Gottes Plan“ vorgesehen sei. Dazu gesellt sich ein „von Gott gegebenes“ Geschlechterrollenbild, welches die Gedanken an die soziale Konstruktion von Geschlecht überhaupt nicht zulässt.

Homosexualität und Schwangerschaftsabbruch würden zum anderen zum Aussterben des „europäischen Volkes“ führen. Diese Anschauung offenbart die Anschlussfähigkeit an rassistische Denkmuster und erklärt, warum sich beispielsweise in München jedes Jahr Neonazis dem Aufzug anschließen. Diese dürften besonders der den Holocaust relativierenden Aussage zustimmen, Schwangerschaftsabbrüche seien mindestens genau so schlimm, wie der im Nationalsozialismus begangene Massenmord an Jüdinnen und Juden.

Diese Verkettung von Anschauungen zeigt, dass die Teilnehmer_innen des Aufzuges auf ein Zwangskollektiv hinsteuern, in dem jede_r Einzelne sich einer halluzinierten Religion bzw. denen, die sie diktieren (Kirche) unterzuordnen hat.

Deswegen rufen wir dazu auf, dem Kreuzzug laut und kreativ zu begegnen und entschlossenen Protest zu äußern!

…für ein selbstbestimmtes Leben!

Und Mädchenblog berichtet, dass u.a. ein „Homo-Flashmob“ geplant ist

der gleichgeschlechtliche Paare auffordert, sich unter die Christ_innen mischen und ordentlich rumknutschen. Dazu gibt es eine Studi-VZ-Gruppe“Homo-Knutsch-Flashmob 13.3.10″.

Flyer/Plakat zur Demo am Samstag

Wer noch Werbung für die Demonstration zum internationalen Frauentag, die diesen Samstag in München stattfindet, machen möchte, hier könnt ihr euch Flyer- und Plakatvorlagen als ZIP-Datei (1 MB) runterladen.

Poster

Freisprüche und Einstellungen in Münster

Nachdem es in Münster nach der Blockade des 1000-Kreuze-Marsches im vergangenen Jahr zu einer massiven Repressionswelle kam, enden nun nach und nach die Verfahren mit Freisprüchen und Einstellungen.

Dennoch sind durch die extrem vielen Verfahren den Münsteraner Genoss_innen hohe kosten für Anwalt_innen, etc entstanden und sie rufen weiterhin zu spenden auf:

Schwarz-Rote-Hilfe Münster
Stichwort „14. März“
Konto-Nr. 282 052 468
BLZ 440 100 46
Postbank Dortmund

Und der nächste Marsch steht ihnen schon vor der Tür. Fundis wollen ihre Holzkreuze wieder am 13. März schleppen.

Samstag, 6. März, Demonstration zum internationalen Frauentag

Nächsten Montag (8. März) ist internationaler Frauentag.
Bereits am Samstag wird es deshalb eine Demonstration in München geben, organisiert von der Stadtfrauenkonferenz.
Die Demo ist offen für alle.

Die Demo der Stadtfrauenkonferenz ist geplant für Samstag, 6. März 2010.
Auftaktkundgebung um 12.30 Uhr am Stachus
Markt der Möglichkeiten: ab 14.00 am Marienplatz mit Ständen, Kultur und
offenem Mikrofon

Mehr Infos in einem Interview der Mädchenmannschaft mit der Münchner Aktivistin und Künstlerin Veronika Dimke