Archiv für November 2009

Offener Brief an den Bischof von Münster

Wir dokumentieren einen offenen Brief der Antirepressionsgruppe 14. März aus Münster:

Betreff: Warum gestattet das Bistum Münster einer Organisation mit rechtsextremen Tönen die Nutzung der Aegidiikirche?

Offener Brief an Herrn Dr. Genn, Bischof von Münster, mit einer Kopie des Briefes an die regionale und überregionale Presse und an kirchliche und soziale Einrichtungen

Münster, den 27.11.2009

Sehr geehrter Herr Dr. Genn,

am 14. März 2009 fand in Münster ein 1000 Kreuze Marsch statt. Dabei wurde die Aegidiikirche den ProzessionsteilnehmerInnen zur Verfügung gestellt.
Zu diesem Marsch hatte die Organisation Euro-Pro-Life aufgerufen, die wiederholt durch Relativierungen der Shoah und rassistisch-nationalistische Töne aufgefallen ist. (mehr…)

„Frauenrechte müssen her .. Pro Life keinen Fußbreit mehr!“

7. November, 9:15 Uhr
Schlossbergplatz, Graz

Seit Monaten treiben die radikalen AbtreibungsgegnerInnen von „Human Life International“ (HLI) wieder ihr Unwesen: Sie belagern eine Frauenarztpraxis in Graz und belästigen fast täglich Patientinnen, die diese Praxis aufsuchen wollen. Im Mai 2009 lehnte der Grazer Gemeinderat die Errichtung einer Schutzzone vor diesem Gebäude mit den Stimmen von ÖVP, BZÖ und FPÖ ab.
Auch am Samstag, den 7. November, ruft HLI wieder mit einer sogenannten „Gebetsprozession“ durch die Innenstadt zu einem Marsch zur Arztpraxis auf. Religiöse FanatikerInnen haben vor Arztpraxen und Einrichtungen, in denen sichere und hygienische Schwangerschaftsabbrüche möglich sind, nichts verloren. Wir fordern daher die sofortige Errichtung einer Schutzzone!
Stoppt den Psychoterror von HLI!

Den ganzen Aufruf lesen
(via)

Post vom Staatsanwalt?

Bei den Aktionen gegen den 1000 Kreuze Marsch sammelte die Polizei eifrig Personalien von Antisexist_innen ein. Falls Polizei oder Staatsanwaltschaft einen Paragraphen finden, der gegen unsere energischen und charmanten Aktionen anwendbar ist, bekommen möglicherweise manche von euch unangenehme Post.
Im Falle eines Falles, meldet euch bei der Roten Hilfe, und lasst euch beraten. Die wichtigsten Infos zum Umgang mit z.B. Busssgeldbeischeiden findet ihr schnell im „Was tun wenns brennt?“ (pdf)
Meldet euch auch bei uns damit wir einen gemeinsamen Umgang mit etwaiger Repression koordinieren können.
Vor allem aber – keine Panik! Wenn ihr nur Personalienfestgestellt wurdet, wird es nicht um die ganz schlimmen Vorwürfe gehen, wahrscheinlicher ist das garnichts kommt. Wir wollen nicht den Teufel der grossen Repressionswelle an die Wand malen, sondern sicher gehen dass mit allem, was da kommen mag, koordiniert und solidarisch umgegangen wird.

Und her findet ihr die Rote Hilfe:
Rote Hilfe e.V.
Ortsgruppe München
Schwanthalerstraße 139

80339 München

muenchen (at) rote-hilfe.de
089 448 9638
Rechtsberatung jeden Mittwoch von 18:00 bis 19:00