
Die für den Gehsteigterror verantwortlichen christlichen Fundamentalist_innen aus dem Verein „Euro Pro Life“ (deren Zentrale sich im ums Eck gelegenen „Mutterhaus“, Westendstraße 78, befindet) und dessen Vorsitzender Wolfgang Hering planten dazu nach 2008 für den 10.10.2009 einen erneuten „1000-Kreuze-Marsch“ der „Lebensschützer“ durch München. Der Termin wurde von ihnen jedoch auf den 24.10.2009 verschoben.Infospaziergang auf der Straße:
Trotzdem trafen sich heute ca. 30 Menschen auf dem Georg-Freundorfer-Platz im Münchner Westend, um zum Einen einen Informationsspaziergang durch die direkte Nachbarschaft von „Mutterhaus“ und ambulanter Tagesklinik zu unternehmen, und zum Anderen um zu den Protesten gegen den „1000-Kreuze-Marsch“ zu mobilisieren. Die Route führte vom Georg-Freundorfer-Platz über die Ganghofer-, Riedler-, Trappentreu-, bis zur Westendstraße. Auf der Kreuzung zur Holzapfelstraße wurde der Spaziergang beendet.
Die Stimmung der Spaziergänger_Innen war fröhlich und entspannt, es wurden verschiedene Flyer an Passant_Innen verteilt und durch Parolen auf das Thema aufmerksam gemacht.
Großaufgebot der Polizei:
Verwirrend für Teilnehmer_Innen und Westendbewohner_Innen war das massive Polizeiaufgebot, welches die Informant_Innen begleitete. Sowohl Bereitschaftspolizei und Zivis als auch Sixpacks waren vor, hinter und neben den (in Relation wenigen) Teilnehmer_Innen als Begleitung vorhanden. Der Großteil der Nachbarschaft zeigte sich positiv gegenüber der Aktion und wunderte sich über die Polizei und ihr Auftreten: „Danke für die Information und ich dachte, gleich kommt hier ein Schwerverbrecher“, „…und wenn die Rechten laufen ist nie soviel Polizei zu sehen…“ und „da sieht man, wie der Staat die Meinungsfreiheit `schützt`“ waren unter anderem Reaktionen der Passant_innen auf das doch sehr skurrile Bild, welches sich ihnen heute geboten hat.
Auch das „Mutterhaus“ der „Lebensschützer“, war durch die vielen Polizisten zum einen nicht mehr sichtbar, zum anderen gerade aufgrund des Großaufgebots besonders gut zu erkennen. Hier wurde der Zug etwas langsamer und per Megafon informierten die Spaziergänger_innen Menschen in den Fenstern und auf der Straße über ihre üblen Nachbarn.
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