Smash §218! Aufruf gegen 1000 Kreuze in Berlin

An dieser Stelle dokumentieren wir Ausschnitte des Aufrufs auf Berlin zu Aktionen gegen den „1000-Kreuze-Marsch“ dort am 26. September:

Abtreibungsverbot (§218) abschaffen / Gegen christlichen Fundamentalismus

Für den 26. September 2009 mobilisieren der Bundesverband Lebensrecht und einige andere Organisationen zu einem “Schweigemarsch” mit dem Titel “1000 Kreuze für das Leben”. Wir rufen dazu auf, diesem laut und mit vielfältigen Aktionen entgegenzutreten.
[…]
Die so genannten Lebensschützer sind Teil des christlichen Fundamentalismus in der BRD. Wie alle religiösen Fundamentalismen arbeiten auch sie hin auf eine gesellschaftliche Dominanz ihrer Dogmen, etwa Familienzentriertheit, Heterosexualität, Schicksals- und Obrigkeitsergebenheit. In den USA beinhalten Aktionen von Abtreibungsgegner_innen u.a. Blockaden von Kliniken, aber auch gewalttätige Übergriffe gegen sowohl Ärzt_innen als auch Frauen, die abtreiben wollen. Zuletzt wurde Dr. George Tiller, Betreiber einer Abtreibungsklinik, in der auch Spätabtreibungen durchgeführt wurden, im Mai dieses Jahres erschossen. Die Klinik musste daraufhin geschlossen werden. Auch in der BRD und Österreich werden Frauen, die Abtreibungskliniken aufsuchen, heute bereits durch “Gehsteigberatung” eingeschüchtert und bedrängt, Ärzt_innen als “Massentöter” diffamiert und Fachkonferenzen von Abtreibungsärzt_innen mit der Wannseekonferenz 1942 verglichen.
Weder christliche Moralvorstellungen noch staatliche Zugriffe dürfen über das Leben und die Körper von Menschen bestimmen. Deshalb rufen wir dazu auf, die Inszenierung der sog. Lebensschützer_innen als “Schweige- und Trauermarsch” (dunkle Kleidung und weiße Kreuze) zu stören (bunte Kleidung und emanzipatorische Sprüche).
[…]
“Smash §218 // Gegen christlichen Fundamentalismus”
Am 26.09.2008, 12.30 Uhr, auf dem Platz vor dem Roten Rathaus
(Berlin, Neptunbrunnen)

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1 Antwort auf “Smash §218! Aufruf gegen 1000 Kreuze in Berlin”


  1. 1 In den letzten Tagen gelesen « Theorie als Praxis Pingback am 21. August 2009 um 9:46 Uhr
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