Archiv für Mai 2009

Kreuzzüge zur Hölle schicken!

Veranstaltung der Lebensschützer für den 30. Mai in Ulm abgesagt!

Vergangenes Jahr wurde in München und Berlin den „1000-Kreuze-Märschen“ mit vielfältigen Gegenaktionen begegnet.
Auch in Münster stieß die letzte dieser Veranstaltungen auf massiven Protest. Eigentlich wollten die Lebensschützer mal wieder eine ihrer scheinheiligen Prozessionen durchführen, diesmal in Ulm, am 30. Mai. Mit dabei auch Militärbischof Walter Mixa, der gerne durch Vergleiche von Abtreibung und dem Holocaust von sich reden macht, und letztens dann schließlich Atheismus als Ursache für den Nationalsozialismus erkannt haben will.
Offensichtlich hat man jetzt aber kalte Füße bekommen. In Ulm ist es wohl zu heiß und stressig, um sich ungestört und – natürlich – friedlich der Rettung ungeborener Seelen widmen zu können. Ob unter „friedlich“ auch das Attackieren von sich küssenden Männern mit hölzernen Marienikonen verstanden wird, wie letzten Oktober in München vorgefallen, ist nicht ganz klar. Vielleicht heiligt der Zweck ja die Mittel.

In einer Pressemitteilung von EuroProLife heißt es jedenfalls:

Die 100. Gebetsvigil für das Leben in Ulm/Neu-Ulm […] sowie das komplette Rahmenprogramm wurden abgesagt.
Diese Entscheidung wurde von allen Beteiligten übereinstimmend getroffen. Der Präsident der Helfer Deutschland e. V., Wolfgang Hering, begründet dies wie folgt: „ Nach den schweren Zusammenstößen zwischen Gruppierungen der linken und rechten politischen Szene am 1. Mai 2009 in Neu-Ulm herrscht ein aufgeheiztes Klima vor. Leider müssen wir davon ausgehen, dass unsere reine Gebetsveranstaltung von beiden Lagern als Plattform missbraucht wird, um ihre aggressiven Gefechte fortzusetzen. Unsere Ansicht stimmt mit den Beobachtungen der staatlichen Sicherheitsorgane und Ordnungsbehörden überein.“

Natürlich geht es uns nicht nur um den Protest gegen Nazis. Wir wenden uns ganz bewusst gegen die reaktionäre, patriarchale und extrem frauenverachtende Ideolgie und Praxis dieser fundamentalistischen Christen. Wir wenden uns gegen die ständigen Versuche, das Selbstbestimmungsrecht von Frauen über ihren Körper anzugreifen.

Aber das werden die „Lebenschützer“ bestimmt bald begreifen. Vielleicht schon am 6. Juni in Fulda, sicher aber am 26. September in Berlin und am 10. Oktober wieder in München.

…falls sie sich trauen :)

Wir werden gewinnen!

Für mehr Präsenz von Frauen auf der Antifademo am 23. Mai in München!

Am 23.05. wollen Nazis aus dem Spektrum der so genannten „Freien Nationalisten München“ einen Aufmarsch in München durchführen. Aus Selbstschutz und Solidarität mit Betroffenen neonazistischer Gewalt, aber auch im Gedenken an die Millionen Opfer des Nationalsozialismus ist es wichtig, dass alle Menschen, die dem faschistischen Treiben nicht länger zusehen wollen, sich den den Faschist_innen in den Weg stellen.
Doch Antifaschismus ist mehr als nur reflexhaft Nazis hinterherzulaufen. Es geht vielmehr darum, konsequent gegen die sexistische, autoritäre und rassistische Gesellschaftsordnung des Kapitalismus Stellung zu beziehen, die den Faschismus ursächlich hervorbringt und immer wieder hervorbringen kann.

Allerdings zeichnen sich Antifademos üblicherweise dadurch aus, dass Männer zahlenmäßig und in ihrem Auftreten präsenter sind als Frauen.

DEM WOLLEN WIR ETWAS ENTGEGEN HALTEN!

Deshalb kommt alle zum Frauenvorbereitungstreffen!

Dienstag 19.5.09, 20.00 Uhr, Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 104/II.Aufgang)

RIOTS NOT DIETS!!!

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Schwangerschaftskonfliktgesetz verschärft

Am Mittwoch, den 13. Mai hat der Bundestag eine Verschärfung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes beschlossen. Angeblich ging es dabei nur um Spätabtreibungen, und um Fälle, bei denen eine Behinderung des Fötus diagnostiziert wurde, tatsächlich wirken sich die Änderungen aber auf die gesamte sozial-medizinische Indikation aus. Dies betrifft ca. 2000 Frauen im Jahr.
Künftig werden Ärzt_innen verpflichtet, die Frau nach einer Diagnose medizinisch zu beraten und sie auf die Möglichkeit einer psychosozialen Beratung hinzuweisen. Tun sie das nicht oder nicht ausreichend, können sie mit einer Geldbuße bis zu 5000 Euro belegt werden. Frauen müssen zudem eine Bedenkzeit von drei Tagen zwischen Diagnose und Abbruch einhalten.

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Demo-Aufruf

Aufruf zur Demo in Marburg am 21.05.2009

In der Zeit vom 20. bis zum 24. Mai findet in Marburg der „6. internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“ statt. Unter dem Deckmantel der Wissenschaft wollen reaktionäre evangelikale Kräfte einen Kongress veranstalten, gegen den sich breiter Widerstand formiert hat.
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