Archiv für Februar 2009

1000-Kreuze-Märsche

Plakat Auch in diesem Jahr sollen wieder einige 1000-Kreuze-Märsche und hoffentlich viele kreative Gegenaktionen stattfinden.

Am 14. März wollen die reaktionären Lebensschützer in Münster aufmarschieren.
Für diesen Tag sind Gegenaktionen bereits angekündigt.

Am 6. Juni soll es einen solchen Marsch in Fulda geben.

Und am 19. September ist erneut ein Marsch in Berlin angekündigt.

Antisexistisches Wochenende

Titel

Freitag, 13. März 2009

Maxim-Kino
Landshuter Allee 33

18.30 Uhr
Abortion Democracy
Filmvorführung mit
Regisseurin Sarah Diehl

20 Uhr
The Coat Hanger Project
A documentary film about abortion and the current state of the reproductive justice/pro-choice movement

Samstag, 14. März 2009

Kafe Marat
Thalkirchner Str.104/II

17 Uhr
Die internationale Vernetzung von Abtreibungsgegnern und deren manipulative Angebote im Internet
Vortrag & Diskussion mit Sarah Diehl

21 Uhr
Antisexist Music
Konzert mit
Jane Wayne & The Pink Popes
Beißpony
Quadrapong

danach:
Aftershow-Party
mit DJ Migumatix
& DJane Sümüklü

Redebeitrag: AK Antisexismus

Am vergangenen Wochenende fanden in München die alljährlichen Proteste gegen die NATO-Sicherheitskonferenz statt. Auf der Großdemonstration am Samstag war auch ein Redebeitrag des AK Antisexismus zu hören, den wir an dieser Stelle dokumentieren wollen:

Der AK Antisexismus München hält es für wichtig, in einem Antikriegs-Kontext auf die fundamentale Bedeutung einer patriarchalen Gesellschaftsordnung für Kriegsfähigkeit und Militarismus aufmerksam zu machen. Eine emanzipatorische Antikriegspolitik ist für uns nur im Zusammenhang mit Widerstand gegen die vorherrschende Geschlechterordnung möglich.

Wie und was eine Frau oder ein Mann zu sein hat entspricht keiner natürlichen Ordnung, sondern ist sozial konstruiert. Die jeweiligen Rollenbilder, und die Erwartungen, die mit ihnen verknüpft sind implizeren eine soziale Hierarchie.
Wer sich nicht diesem System zuordnen lässt, oder lassen will, wer nicht zu Genüge den Erwartungen an einen richtigen Mann oder eine richtige Frau entspricht,muss in den meisten Gesellschaften mit Ausgrenzung rechnen und oft sogar um seine physische oder psychische Unversehrtheit fürchten.

Die Militarisierung einer Gesellschaft verschärft diese Tendenz der Normierung gemäß einer bipolaren Geschlechterhierarchie.
Kriegsmobilisierung, Drill und militärisches Selbstverständnis funktioniern über die Kategorisierung in Mann und Frau, also über die tägliche Rollenzuweisung in ein Oben und Unten. Diese patrarchalen Dualismen sind überall als Norm gefestigt, wo Militär präsent ist, und fundamental für die Fähigkeit, Kriege zu führen.

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