Archiv für Oktober 2008

Redebeitrag: Ein Ressentiment kommt selten allein

Auf der Kundgebung gegen den „1000 Kreuze“-Marsch wurde ein Redebeitrag gehalten, der die ideologischen Schnittmengen zwischen Nazis und sog. Lebensschützern analysiert. Dieser Beitrag wurde mit einem Bericht über den Marsch ergänzt, und von Aida veröffentlicht.

Katholischer Bischof marschiert mit Rechtsterroristen

Dass beim „Tausend Kreuze für das Leben“-Marsch am Samstag in München neben christlichen Fundamentalist_innen auch Teile der Münchner Neonaziszene aufmarschierten, kommt nicht von ungefähr: Die Ideologie der sich selbst zynisch „Lebensschützer“ nennenden Abtreibungsgegner_innen ist nicht frei von Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und von einer Verharmlosung des Nationalsozialismus.
von Robert Andreasch
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analyse&kritik

An dieser stelle dokumentieren wir einen Artikel aus der aktuellen Ausgabe von analyse&kritik:

Das Kreuz mit den radikalen Christen
Von Kirsten Achtelik

Abtreibung wird wieder zum Thema – angesichts der „1000 Kreuze Märsche für das Leben“, die am 20. September in Berlin und am 4. Oktober in München von selbsternannten Lebensschützern durchgeführt wurden, regte sich wie auch schon am 25. Juli in Salzburg Protest. Radikale Christen und Abtreibung waren bisher sowohl bei der Antifa als auch in der queeren Szene eher vernachlässigte Themen, das scheint sich zu ändern. Da der „Trauermarsch“ in Berlin ab jetzt auch jährlich stattfinden soll, lohnt es sich, an den Fragen: Was wollen die eigentlich? und Was können wir dem entgegensetzen? dranzubleiben.
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Reaktionen auf Samstag

Sowohl in der Print-Presse als auch auf diversen Internetseiten gibt es Berichte von den Aktionen am Samstag. Der Münchner Merkur verdreht die Verhältnisse ein wenig, und schreibt, dass die Gegenaktionen des Antisexistischen Aktionsbündnisses München nur wegen der Nazis gegeben hätte. Da hätten sie vielleicht noch einmal über den Namen des Bündnisses nachdenken können.
Treffender Berichtet die tz von einer „gespenstische[n] Allianz“ aus „christlich-fundamentalistische[n] Abtreibungsgegner[n] und Neonazis“.
Etwas mehr Hintergrundinfos liefern die taz und on3radio.
Detailliert mit den Personen und Strukturen auf dem „Lebensschützer“-Marsch setzt sich a.i.d.a. auseinander.
Bei Luzi-M sind sich die Autor_innen nicht ganz einig, wie viele Menschen mit uns demonstriert haben und ob das ganze jetzt gelungen war oder eher nicht.
Einen chronoligischen Bericht der Tagesereignisse gibt es bei den AuDeSas.
Und während im*moment*vorbei anerkennt, dass die Aktionen in München etwas mehr als in Berlin gerockt haben, erklärt bikepunk 089 die Abtreibungsgegner_innen zu den definitiven Verlierer_innen des Tages.

[edit]Weitere Artikel findet Ihr in unserem Pressespiegel[/edit]

Hinweisen wollen wir an dieser Stelle auch noch auf den Vortrag Frauen in der rechten Szene am 25. Oktober.
Außerdem wird es auch in absehbarer Zeit noch eine Informationsveranstaltung mit dem Film Abortion Democracy von Sarah Diehl geben. Genauere Informationen und ein Datum dazu werden noch folgen.

Chaos-Marsch der „Lebensschützer“

Am Samstag, 4. Oktober, sollte in München ein sog. 1000-Kreuze-Marsch von reaktionären Abtreibungsgegner_innen stattfinden. Auch die Naziszene hatte auf diesen Marsch mobilisiert. Viele Gegenaktionen störten den geplanten Ablauf des Ganzen massiv.

Nachdem es bereits im Vorfeld zu einigen Aktionen gekommen war, stand diesen Samstag nun das zentrale Fundamentalisten-Event, der 1000-Kreuze-Marsch durch das Zentrum von München an.
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Dieses war der zweite Streich…

Über die ersten Aktionen gegen die „Lebensschützer“, die überraschenderweise schon heute passierten, berichtet Indymedia.

Und die Mädchenmannschaft hat ein Interview mit unserer Presseprecherin Simone Kraft.

Wir sehen uns dann alle morgen
um 14 Uhr auf dem Geschwister-Scholl-Platz.

Bleibt kreativ!